Box-
Salon

IDEE & INSZENIERUNG
Tom Wilmersdörffer

MUSIKALISCHES KONZEPT
Johanna Malangré

DRAMATURGIE
Melanie Renz

LICHTDESIGN
Lukas Kaschube

DAUER
60 Minuten

WERKE
Lieder von John Dowland und Kurt Weill

BESETZUNG
1 SOPRAN – Andromahi Raptis
1 PIANIST – Jonathan Ware
2 BOXER*INNEN – BOXWERK München
1 RINGRICHTER*IN – BOXWERK München

BISHERIGE AUFFÜHRUNGEN
12.09.2020 – HIDALGO Festival 2020 (UA)
20.03.2021 – ID Festival Berlin (Streaming)

»Andromahi Raptis und der fantastisch fein fühlende und spielende Jonathan Ware am Flügel lassen beim Hidalgo-Festival das Singen und generell Musik als etwas Elementares erleben, das einen Menschen in seinem ganzen Elend zeigt, aber auch wie er sich daraus erheben kann.«

Süddeutsche Zeitung

Im BOX-SALON treten nicht nur Sängerin Andromahi Raptis (Staatstheater Nürnberg) und Pianist Jonathan Ware (Hugo-Wolf-Preisträger) gegeneinander an – sondern auch echte Boxer*innen mit echten Schlägen. Eine körperliche Inszenierung der Trauer und ihrer fünf Phasen von Regisseur Tom Wilmersdörffer – mit Klavier-Improvisationen über aufprallenden Boxhandschuhen.

Eine Frau liegt im Ring niedergestreckt am Boden. Sie steht auf und kämpft weiter. Nicht gegen einen Gegner, denn der hat gewonnen, sondern mit sich selbst. Sie weint, sie schreit, sie wirft alles hin – und findet am Ende doch so etwas wie Frieden. Der BOX-SALON verhandelt die Trauer, die uns trifft, wenn wir Großes verloren haben und ein Teil unseres Selbst stirbt. Der Umgang damit läuft meist in fünf bestimmten Phasen ab: Verleugnung, Zorn, Verhandeln, Depression und Annahme der Situation. In dieser Lied-Inszenierung erleben wir den Trauerprozess entlang der Lieder von John Dowland und Kurt Weill.

»Zur Abwechslung ein Boxkampf mitten im Liederabend. Das könnte ins Auge gehen – tut es aber nicht. Es ist irgendwie amüsant und typisch für das Münchner Festival. Überraschendes Konzept und spannende Umsetzung.«

Bayerischer Rundfunk

An der Oberfläche erzählen ihre ganz unterschiedlichen Werke teils andere Rahmengeschichten, hintergründig aber fügen sie sich in die universellen Phasen der Trauerbewältigung ein. Die Lieder aus dem 16. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts berühren uns unmittelbar und geben eine Ahnung davon, wie zeitlos Trauer wahrgenommen, durchlebt und verarbeitet wird. Der innere Kampf der besiegten Boxerin wird von Sportler*innen des BOXWERK München ausgetragen.

Spielort der Uraufführung am 12. September 2020 war das BOXWERK in der Münchner Maxvorstadt. Das Publikum saß auf Turnhallenbänken rund um den Ring, zwischen Boxsäcken, die von der Decke hingen. Wiederaufführungen können ebenso in Boxstudios wie auch auf professionellen Bühnen stattfinden. Ein Auftritt beim ID Festival in Berlin wurde aufgrund der Corona- Situation als Streaming-Event konzipiert mit einer Live-Videoproduktion von München aus.

»SCHEITERST DU EXISTENZIELL, STIRBT EIN TEIL VON DIR«

Im BOX-SALON weint, wütet und singt sich eine Sopranistin durch die fünf Phasen der Trauer. Ein innerlicher Kampf, der in rohen Schlägen von Boxsportler*innen gipfelt – und dank seiner kompakten Form auf jede Bühne passt, wie Regisseur TOM WILMERSDÖRFFER erklärt

LIEDER

JOHN DOWLAND
(1563 – 1626)

Come heavy sleep
In darkness let me dwell
Come again
Flow my tears
Fine knacks for ladies

KURT WEILL
(1900 – 1950)

Es regnet
Seeräuber-Jenny
Surabaya Johnny
Youkali
One life to live

TRAILER

TECHNICAL RIDER

LICHT
3 X Profilscheinwerfer LED CW/WW
3 X Movinglight (klein, RGBW)
3 X Stativ mit Alu-Pipe
3 X Blitz (klein)
1 X Verfolger auf Stativ
2 X Handdimmer (DMX-fähig)
2 X Glühbirne
1 X Lichtpult (GrandMA oder ähnliches)
Falls möglich, Scheinwerfer hängen

BÜHNE
GROSSEFREIFLÄCHE 5 x 5 Meter
KLEINEFREIFLÄCHE 3 x 3 Meter

AUSSTATTUNG & REQUISITE
1 X F LÜGEL gestimmter Steinway (oder vergleichbar

Änderungen und Anpassungen an Ort und verfügbare Mittel sind nach Absprache möglich. Der Veranstalter stellt Veranstaltungstechnik, Aufführungsräumlichkeit, angeführte Ausstattung und Requisite, Veranstaltungspersonal und sonstige Infrastruktur wie Garderoben, Aufenthaltsräume und Verpflegung für Künstler*innen und Team am Veranstaltungsort bereit. Grundsätzlich wird eine Generalprobe zwei Tage vor Aufführung am Veranstaltungsort benötigt. Nach Absprache ist ersatzweise eine Stell- und Durchlaufprobe am Aufführungsvortag möglich. Weitere Änderungen können besprochenen werden. Für Aufbau, Proben, Einrichtung und Beleuchtung am Veranstaltungsort sind mindestens acht Stunden einzuplanen.

IMPRESSIONEN

BESETZUNG

Die Besetzung erfolgt entsprechend des üblichen künstlerischen Niveaus des HIDALGO und seines Künstler*innen-Kollektivs. Je nach terminlicher Verfügbarkeit können die Künstler*innen variieren.