TANZ DEN GANZ NORMALEN WAHNSINN – HIDALGO Werkstatt

WORKSHOP UND TANZPERFORMANCE

Chaos im Kopf, himmelhochjauchzende Freude und erster Liebeskummer, der Welt abhandenkommen und zugleich ganz intensiv in ihr leben: der totale und ganz normale Wahnsinn von Jugendlichen, die sich irgendwo zwischen Leistungsdruck und jugendlichem Leichtsinn, Selbstoptimierung und vollkommener Ausgelassenheit zurechtfinden müssen.

Dieses intensive Leben braucht Ausdrucksformen – und eine Tanzperformance außerhalb der Norm, die sich insbesondere auch an Schüler*innen von Schulen mit besonderen Herausforderungen richten kann. In Workshops entwickeln und erlernen die Jugendlichen mit einem Tanzpädagogen eigens choreografierte Tänze aus dem Bereich des Modern Dance. Sie beteiligen sich an der Bühnentechnik und führen eine Tanzperformance auf.

Gustav Mahler liefert dazu den live gespielten Soundtrack: Der Liederzyklus „Lieder eines fahrenden Gesellen“ erzählt von einem Wanderer, einem unglücklich Verliebten mit Träumen und Melancholie, der sein Lebensschicksal in die Hand nimmt. Lieder des Zyklus „Des Knaben Wunderhorn“ vertonen die Irrungen und Wirrungen im Verliebtsein.

Das berühmte Lied „Ich bin der Welt abhanden gekommen“ zeigt eine persönliche Auseinandersetzung mit sich selbst und der Welt.  Für die Tanzperformance der Jugendlichen werden Mahlers Lieder für einen Sänger und Klavier mit Live-Electronics verfremdet und mit Tanzbeats unterlegt.

Ein künstlerischer Programmpunkt des Projekts ist ein Besuch der mobilen Installation mit Lied und Tanz in einem Transporter „REFUGIUM“, auf dessen tänzerisch-künstlerischer Vorarbeit das Vermittlungsformat aufbaut. Die Schüler*innen erleben in der Installation einen Tänzer, der zu Gustav Mahlers „Ich bin der Welt abhanden gekommen“ seinen Gefühlen Ausdruck verleiht, verloren und verzweifelt zu sein, aber Zuflucht in der Musik und im Tanz zu finden. Zuvor erhalten sie eine eigens für sie konzipierte Installationseinführung.

Altersstufe

Schulklassen der 7.–8. Stufe an Gymnasien, Realschulen und Mittelschulen

Umfang pro Schulklasse

8x Doppelschulstunde Workshop
2x an einem Tag Tanzperformance

Zeitraum

Workshop und Aufführungen spät. April bis Juli 2024

Kosten

Workshop gratis

Anmeldung & Infos

Für das Projekt sind leider keine Plätze mehr frei. Unsere Projektleiterin Sophia Rieth informiert gerne interessierte Lehrkräfte über weitere und künftige Projekt: sophia.rieth@hidalgofestival.de

Teilnehmende Schulen

Kurt-Huber-Gymnasium, Gräfelfing
Mittelschule an der Ichostraße, München
Parzivâl-Schule, München

Projekt-Beteiligte

PROJEKTLEITUNG

Sophia Rieth studierte Elementare Musikpädagogik und Instrumentalpädagogik in Augsburg, Music Performance in Blockflöte in Zürich sowie Kultur- und Musikmanagement in München. Als Kreativkopf spielt sie Konzerte und arbeitet als Musikvermittlerin und Dozentin. Sie konzipiert unter anderem das von ihr mitbegründete Zeitfestival in Zürich und Augsburg.

MUSIKVERMITTLUNG

Anna-Sophia Kraus studierte Schulmusik, Violine und Musikmanagement in München. In ihrer Masterarbeit forschte sie zu neuen Aufführungsformen klassischer Konzerte. Sie ist als Musikvermittlerin am Staatstheater Augsburg tätig, entwickelt als Community Musician mit Gruppen Performances und arbeitet als Lehrbeauftragte mit Studierenden.

DRAMATURGIE

Melanie Renz war als Bühnendarstellerin u.a. bei den Karl-May-Festspielen und am Münchner Theater für Kinder engagiert. An der LMU München folgte ein Studium der Theaterwissenschaft und eigene Theater- und Operninszenierungen. Als Inspizientin, Abendspielleiterin und Regieassistentin ist sie u.a. bei den Münchner Philharmonikern und dem Freien Landestheater Bayern tätig.

MUSIK

Konstantin Dupelius studierte Klavier, Jazz-Klavier und Musikpädagogik in Freiburg und ist Toepfer-Stipendiat. Er komponiert, arrangiert und verbindet Klavier mit Elektronik, dafür arbeitete er u.a. mit dem STEGREIF. Orchester, dem Stadttheater Freiburg und dem Podium Festival Esslingen. Er spielt solistisch, im Duo „OMG Schubert“ und in der Formation „PianoTubaTechno“.
Justus Wilcken studierte Schauspiel in Salzburg und Gesang in Berlin. Der prämierte Schauspieler, Sänger und Komponist arbeitete mit Armin Petras und Alvis Hermanis sowie zuletzt für das Schauspiel Stuttgart, das Theater Chemnitz und das Düsseldorfer Schauspielhaus. Er ist Mitglied des Kollektivs „Die Happy Few“ und des Duos „OMG Schubert“.

TANZ

2 Tanzschüler*innen einer Ausbildungsklasse

Ein Projekt der HIDALGO WERKSTATT