Konzept

Wir wollten ein Festival über das Scheitern machen. Weil das Scheitern ein sehr intimer Moment ist. Weil niemand gerne scheitert, schon gar nicht vor aller Augen. Und weil kaum jemand gerne darüber spricht. Wir wollten das Scheitern in den Mittelpunkt stellen und künstlerisch von allen Seiten beleuchten – mit außergewöhnlichen Locations, exklusiven Installationen und Top-Künstler*innen. 

Dann aber kam Corona. Das Scheitern ist uns jetzt allen eine allgegenwärtige Erfahrung. Paradoxerweise wird unser Festival des Scheiterns nun aber zu einer Geschichte des Erfolgs. Trotz der Pandemie können wir Konzerte veranstalten, auf die viele monatelang hingearbeitet haben. Wir können unserem Publikum – wenn auch in kleinem Rahmen, mit weniger Zuschauer*innen und nötigem Sicherheitsabstand – mit unserer Kunst intensive, rauschhafte, womöglich sogar existenzielle Momente schaffen. 

Unser Festival ist unser künstlerischer Ansatz, mit den zurückliegenden Monaten und der großen Distanz untereinander umzugehen. Unsere Zuschauer*innen werden Lied- und Orchesterkonzerte in ungewohnter Umgebung erleben. Sie werden Renaissance-Stücke während eines Boxkampfes hören, mit den Bühnenkünstler*innen übers Smartphone sprechen und zwischen Kletterwänden in einem Orchester sitzen. Sie werden auf einem Parkhausdeck eine Lied-Installation durchwandern, in einem Club eine migrationsbiografische Musik-Video-Tanz-Performance erleben und unsere Lied-Duos in 24 Mini-Konzerten über das ganze Stadtgebiet verteilt finden. 

Der HIDALGO geht auch 2020 wieder in München um. Auf denn zum Abenteuer! 

Euer HIDALGO-Team