Mission

Der HIDALGO ist Münchens spannendstes Klassik-Start-Up. Er verbindet paradoxe Welten zu intensiven, rauschhaften Erlebnissen. Dafür kämpft das interdisziplinäre Team seit 2016 mit Leidenschaft und höchstem Anspruch. Klassische Musik versteht der HIDALGO als aktuelle Ausdrucksform. Dazu produziert er innovative Konzertformate und veranstaltet das jährliche HIDALGO Festival für junge Klassik. Er entwirft Video-Installationen, beauftragt Sound-Design und konfrontiert romantische Dichtung mit moderner Lyrik. Erlaubt ist, was sich zu etwas Größerem zusammenfügt.

1. Höchste Qualität gewährleisten
Die musikalische und künstlerische Qualität ist für uns nicht verhandelbar. Für diesen Anspruch steht auch der Name unseres Schirmherrn Christian Gerhaher, einer der bedeutendsten Liedsänger*innen weltweit. Für uns ist sein Vertrauen in unsere Arbeit eine große Ehre und gleichzeitig ein großer Auftrag. Deswegen engagieren wir die führenden jungen Musiker*innen Europas, die sonst an Häusern wie der Bayerischen Staatsoper, der Wiener Staatsoper oder der English National Opera in London auftreten.

2. Spartenübergreifende Werke schöpfen
Wir wollen nicht nur den bestehenden Kanon aufführen, sondern neue Werke ermöglichen, die auf traditionellen Formen aufbauen. Wir verbinden klassische Musik mit bildender und digitaler Kunst, mit Video und Sound-Design, mit Theater, Tanz und Literatur sowie vielen weiteren Sparten. Dazu laden wir Gäste ein und beauftragen Kooperationspartner*innen. Im HIDALGO Kollektiv entwerfen wir künftig eigene Installationen und Inszenierungen. Mit klassischer Musik erforschen wir die aktuellen Gesellschaftsfragen.

3. Abenteuer riskieren
Für die Kunst wagen wir Abenteuer und schaffen Platz für Kreativität. Dabei riskieren wir bewusst, manchmal auch zu scheitern, anzuecken oder nicht zu gefallen. Name und Geist des HIDALGO sind angelehnt an den historisch-literarischen Hidalgo, ein niederer Adeliger aus dem alten Spanien. Er ist ein Draufgänger, ein freiheitsliebender Geist, der kein Risiko scheut – und manchmal auch gegen Windmühlen kämpft. Im Lied „Der Hidalgo“ von Robert Schumann singt er nach dem Text von Emanuel Geibel: „Und Blumen oder Wunden trag‘ morgen ich nach Haus“.

4. Urbane Orte bespielen
Gute Klassik ist nicht an Konzertsaal, Reihenbestuhlung und Abendgarderobe gebunden. Wir treten dort auf, wo die junge, urbane Szene zuhause ist – in Elektroclubs, im Barbershop, in der Boulderhalle oder im Boxclub. Als Bühne dienen uns auch alltäglich-funktionale Orte wie Hotel-Lobbys, Innenstadt-Parkhäuser, S-Bahnhöfe oder Straßenkreuzungen. Klassische Musik, wie wir sie verstehen, strebt nach Perfektion im Moment und schafft emotionale Grenzerfahrungen – unabhängig von Konventionen.

5. Distanzen aufbrechen
Das HIDALGO-Erlebnis beginnt vor dem ersten Taktschlag: mit dem ersten Schritt in die Location, mit dem Öffnen des Programm-Guides, mit dem Scrollen durch einen Post. Wir schaffen einen organischen Kosmos um das Konzert herum – dadurch brechen wir Distanzen auf, stellen Nähe her und erschließen neue Zielgruppen. Dazu gehört eine ungezwungene Sprache, ein innovatives Konzertdesign, künstlerisch eingebundene Talk-Formate und das anschließende Bier mit Künstler*innen und Beteiligten. Wir kommunizieren mit unserem Publikum auf Augenhöhe.

6. Diversität leben
Unsere Künstler*innen stammen aus vielen Ländern, unser Publikum ist bunt gemischt. Ausgrenzung hat beim HIDALGO keinen Platz. In unserem Team und seiner Leitung sowie bei der Auswahl von Künstler*innen achten wir auf ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis. Wir sind offen für alle Altersgruppen, bei uns sitzt der Student neben der Rentnerin. In allen Formaten versuchen wir, Barrierefreiheit zu gewährleisten. Weil uns der gesellschaftliche Dialog zwischen allen Menschen ein zentrales Anliegen ist, bieten wir für Bedarfsgruppen stark ermäßigte Tickets und Freikarten an.

7. Ökologisch nachhaltig wirtschaften
Der Klimawandel ist eine der großen Herausforderungen unserer Generation – und wir möchten Teil der Lösung sein. Bereits jetzt achten wir auf wiederverwendbare Materialien, kurze Anfahrtswege und umweltschonende Logistik. In einer Kooperation mit dem Münchner Projektbüro WHAT IF für nachhaltige Kultur untersuchen wir 2021 unseren ökologischen Fußabdruck. Dabei entwickeln wir ein Konzept für ein innerbetriebliches Nachhaltigkeitsmanagement. Wir wollen den HIDALGO als ökologisch-nachhaltige Einrichtung positionieren und eines der ersten ökologisch nachhaltigen Klassik-Festivals Europas veranstalten.

8. Netzwerke knüpfen
Wir wollen uns langfristig als Inbegriff der jungen Klassik etablieren – mit neuen Lied-Formaten, modernen Orchesterkonzerten sowie spartenübergreifenden Installationen und Inszenierungen. Dazu vernetzen wir uns mit Institutionen wie dem Münchner Kunstareal, dem Heidelberger Frühling und der Oper Göteborg, internationalen Musikhochschulen sowie Akteur*innen der Kommunal-, Landes- und Bundespolitik. Über den deutschsprachigen Raum hinaus planen wir Kooperationen mit Partner-Einrichtungen. Künftig berät uns ein Kuratorium mit Mitgliedern aus Kultur, Wirtschaft und Politik.

9. Ehrenamt stärken
Der HIDALGO und sein Festival für junge Klassik konnten nur durch das große ehrenamtliche Engagement vieler Menschen entstehen und wachsen. Unser Förderverein HIDALGO Community e.V. versammelt als Plattform alle, die sich dem HIDALGO verbunden fühlen, darunter langjährig aktive Freund*innen, Künstler*innen und Förder*innen. Im Verein und darüber hinaus wollen wir unsere Team-Mitglieder interdisziplinär weiterbilden, gemeinsame Erlebnisse schaffen und Erfolge feiern.

10. Professionalisieren
Zentrales Ziel ist es weiterhin, nicht nur die Künstler*innen, sondern auch Verantwortliche und Fachkräfte hauptamtlich zu beschäftigen und angemessen zu vergüten. Wir wollen in unseren Geschäftsbereichen nachhaltig wachsen und kostendeckend wirtschaften. Wesentliche Voraussetzung dafür ist der Ausbau eines ganzjährigen Spielbetriebs, die Weitervermarktung unserer Eigenproduktionen an andere Häuser und Festivals sowie eine institutionelle Förderung. Wir evaluieren konstant unsere Prozesse und lassen uns dabei von externen Berater*innen unterstützen.