Klassik auf 380 Nanometern

Der „Orplid“ ist eine Raum-Klang-Installation, inspiriert von der Ästhetik der Trance- und Goa-Szene. Er spiegelt Weltflucht-Erfahrungen über die Zeiten wider. Im neu eröffneten Pop-Up-Hotel „The Lovelace“ bilden Künstler, Saal und Publikum ein lebendiges Gesamtkunstwerk.

 

Der Hugo-Wolf-Preisträger Ludwig Mittelhammer (Bariton) und der international renommierte Liedbegleiter Eric Schneider (Piano) präsentieren Lieder von Franz Schubert und Hugo Wolf. Klassische Musik in Schwarzlicht. Das Publikum umringt sie, sich größtenteils bewegend und den Raum erkundend.

Eine Traumwelt in Schwarzlicht

Der Name „Orplid“ stammt aus den Werken von Eduard Mörike, die teilweise von Hugo Wolf vertont wurden. „Orplid“ bezeichnet eine Traumwelt, die sich der Dichter und seine Freunde erdachten. Die Weltflucht, also die Abkehr vom Alltag, war eines der zentralen Themen der romantischen Epoche.

Ein Ort tiefer Berührung

Heute findet sich der Weltflucht-Gedanke in den zeitgenössischen Underground-Szenen wieder. Der „Orplid“ verbindet Tradition und Moderne, romantisches Lied und abstrakte Formen, klassische Musik und Schwarzlicht-Ästhetik.

 

Die Lobby im „The Lovelace“ verwandelt sich – umhüllt von Dunkelheit, fluoreszierenden Formen und Irrlichtern – in eine entrückte Traumwelt. „Orplid“ ist im besten Fall ein Ort tiefer emotionaler Berührung, eine Möglichkeit der individuellen Kunsterfahrung.